Investitur in Anholt – Mai 2026

Wasserburg Anholt / Isselburg, 2. Mai – Am 2. Mai fand erstmals in Deutschland eine feierliche Investitur des Religiösen und Militärischen Constantinordens des Heiligen Georg statt. Der Investitur stand der Großmeister des Ordens, Seine Königliche Hoheit Don Prinz Pedro von Bourbon-beider Sizilien, vor.

Das feierliche Hochamt mit Investitur wurde in der Pfarrkirche St. Pankratius in Anholt begangen. Zelebrant war der Ordenskaplan S.H. Prof. Dr. Stefan Samerski. Die Investitur unterstrich den geistlichen Charakter des traditionsreichen Ordens, dessen Wurzeln bis in das 16. Jahrhundert zurückreichen und der sich dem Schutz und der Verteidigung des christlichen Glaubens sowie karitativen und kulturellen Aufgaben verpflichtet weiß. Im Rahmen der Zeremonie wurden Persönlichkeiten in den Orden aufgenommen, die sich in besonderer Weise dem Orden und seinen Aufgaben in Kirche, Gesellschaft und bei gemeinnützige Anliegen verpflichtet fühlen.

In seiner Ansprache betonte Seine Königliche Hoheit Don Prinz Pedro die Verantwortung der Ordensmitglieder, Glauben, Dienst am Nächsten und gesellschaftliches Engagement miteinander zu verbinden. Die erstmalige Investitur des Constantinordens auf deutschem Boden bezeichnete er als ein bedeutsames Zeichen der internationalen Präsenz und lebendigen Tradition des Ordens.

Musikalischer Höhepunkt der Liturgie war die Aufführung der „Missa brevis Nr. V in C-Dur, op. XXXIII“ (1782) von Johann Anton Kobrich (1714–1791). Die musikalische Gestaltung übernahmen der Kirchenchor St. Pankratius unter der Leitung von Herrn Sven Joosten, das Isselburger Blasorchester unter der Leitung von Herrn Nils Saatkamp, Herr Martin Boland an der Orgel sowie ein Kammerorchester unter der Leitung von Priska Strümpfel. Als Solistinnen wirkten Frau Stephanie Reiker und Frau Heike Plitt mit und verliehen der Messfeier besonderen Glanz.

Der Hausherr der Wasserburg Anholt, Fürst zu Salm, Präsident der Deutschen Königlichen Kommission des Ordens, stellte die Wasserburg für diesen besonderen Anlass zur Verfügung. In der historischen Kulisse versammelten sich im Anschluss an das Hochamt zahlreiche Gäste aus dem In- und Ausland zu einem festlichen Empfang.

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